Betreten der „Baustelle“ verboten

Tennis"baustelle" am Riedener Weg

„Betreten der Baustelle verboten“: Seit Anfang September läuft ein Bauzaun mitten durch das Tennisareal am Riedener Weg. Der Investor Michael Ullmann, geschäftsführender Gesellschafter der „RE-sponsibility GmbH“, hat die fünf Tennisplätze samt Parkplätzen, die sich auf dem von ihm erworbenen Grundstück befinden, durch einen Bauzaun vom Rest der Tennisanlage abgetrennt. Netze, Platzmarkierungen und Sitzbänke wurden abgebaut – ein recht trostloser Anblick, nicht nur für die vielen aktiven Tennisspieler des TSV Starnberg, sondern auch für die zahlreichen Wanderer, Gassigeher und Radfahrer im Riedener Weg.

Ullmann hatte 2015 die etwa 10 000 Quadratmeter große Fläche von der Bayerischen Hausbau GmbH erworben. Am 30. Juni 2016 hatte der Starnberger Bauausschuss seinen „Antrag zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans“ für insgesamt vier Grundstücke am Riedener Weg einstimmig abgelehnt. Trotz dieser klaren Absage der Stadträte macht sich Ullmann offensichtlich weiter Hoffnungen: Er will laut Starnberger SZ „seine Bauentwicklungsspläne keinesfalls aufgeben“ (ähnlich der Starnberger Merkur). Auch die Website der „Re-Sponsibility GmbH“ zeigt – neben dem abgeschlossenen Projekt „Waldschmidtpark“ (= acht Doppelhaushälften zu einem Preis von je 1.450.000 Euro pro Doppelhaushälfte  direkt an der Hanfelder Straße) – weiterhin „Garten Rieden“ als Projekt „in Entwicklung“.

Sehr traurig, finden wir: Der Immobilieninvestor Michael Ullmann lässt das Areal wohl lieber brach liegen, als es, sei es auch nur temporär, weiterhin an die Tennissparte des TSV zu verpachten. Da passt der Kommentar eines TSV-Mitglieds im Anschluss an die Mitgliederversammlung: „Das ist wie bei einem Kindergartenkind – wenn ich die Schaufel nicht haben darf, dann darf sie niemand haben.“

Die Artikel im Überblick:

Artikel im Starnberger Merkur vom 4. Oktober 2016

Artikel in der Starnberger SZ vom 19. September 2016

Artikel im Kreisbogen (Seite 3)

 

Ein Gedanke zu „Betreten der „Baustelle“ verboten

  • 14. Oktober 2016 um 12:37
    Permalink

    Ich wünsche mir von Herrn Ullmann die Rückkehr zu Sachlichkeit und Lösungsorientierung.

    Die Tennisabteilung des TSV ist mit ihren vielen Kindern, eine wichtige Sportveranstaltung in Starnberg. Die Kinder wollen Tennis spielen und nicht dafür zahlen, dass es bereits seit vielen Jahren einen unguten Kontakt zwischen Herrn Ullmann und dem Verein gibt. Vielleicht können die betroffenen Erwachsenen ihre verletzten Gefühle und sonstigen Kränkungen zurückstellen, die alte Fehde beilegen und dann eine Lösung finden, die den Tennisbetrieb ermöglicht?

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